Radio-frequenzen

Hochfrequenzen im dienst des radios

Radiostationen senden heute ihre Sendungen meist auf UKW aus, der Ultrakurzwelle. Doch was ist der technische Hintergrund dazu? Gibt es noch andere Methoden Sendungen zu emittieren?

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Frequenzen für die Radio-Übertragung

Auf der ganzen Welt werden UKW-Stationen im Bereich zwischen 87,5 MHz und 108,0 MHz des VHF-Band II betrieben. Mit der Frequenzmodulation wird weitgehend sichergestellt, dass die Signale recht störungsfrei übertragen werden. Ebenfalls für Radio werden Langwelle, Mittelwelle und Kurzwelle verwendet, die aber atmosphärischen Störungen unterliegen können. Hier gibt es aber nur noch wenige Stationen im Betrieb, es handelt sich dabei meist um Wortsendungen und internationale Programme mit Informations- oder Propaganda-Charakter, da diese Wellen im Gegensatz zur UKW sehr große Reichweiten haben können, jedoch nur in mono empfangen werden. Für Musik ist das bei heutigen Ansprüchen schlecht geeignet.

Technische Einzelheiten zur Frequenzmodulation

Was wir an Schall hören, wird als Niederfrequenz bezeichnet. Alles was darüber liegt, also unhörbar ist, ist Hochfrequenz oder Ultraschall. Das VHF-Band II ist mehr als 20 Mhz breit und hat damit mehr als zwanzigmal Platz für Sender als das Mittelwellen-Band in Amplituden-Modulation. Modulation ist ein Vorgang, bei dem ein Sendersignal mit Musik und Sprache als Inhalt ein Trägersignal verändert, womit das niederfrequente Musik- oder Sprachsignal auf Hochfrequenz (wie ein Reiter auf einem Reittier) übertragen wird. In jedem Empfänger wird das ursprüngliche Musik- oder Sprachsignal (Töne) durch eine elektronisches Bauteil namens Demodulator wieder zurückgewandelt. Das Trägersignal wird nicht wahrgenommen bei der Sound-Ausgabe, es hat dann seinen Zweck erfüllt und wird unterdrückt. Ohne diese Technik wäre bei direkter Übertragung einer Niederfrequenz nur ein einziges Radioprogramm auf der ganzen Skala zu empfangen und dazu riesige Antennen nötig. Statttdessen wird also mit Hilfe der Modulation die Frequenz verändert und durch Einsatz von Filtern die Frequenzbereiche aufgetrennt, sodass sich Programmplätze im Band ergeben, auf denen sich die einzelnen Stationen verteilen lassen. Erst damit also ergibt sich die Möglichkeit auf der Skala einen Sender auszusuchen. Auf einer Trägerfrequenz ist sogar noch Platz für Stereo, die Senderkennung, Angaben zu Alternativsendeplätzen fürs Radiogerät und Verkehrsinfos. Die Modulationstechnologie hat übrigens auch zur Entwicklung des Modems (Modulator Demodulator) geführt und damit die Verbreitung des Internets in seiner Frühphase ermöglicht.

Andere Nutzungen für Frequenzen

Der analoge Funk wird nach und nach durch digitalen Funk ersetzt und auch das Radio soll ins DAB+ umziehen. Analoger Funk war in anderen Frequenzbereichen als denen, die für Radiosender reserviert sind, beheimatet. Dazu gehörten Polizeifunk und Verkehrsfunk von Flugzeugen und auch der Hobby CB-Funk. Erstere sind natürlich Bereiche, die möglichst störungsfrei und abhörsicher zu unterhalten sind. Das Citizens’Band Radio dagegen ist in Deutschland mit handelsüblichen Geräten leicht am Ende des Kurzwellenbereichs auf 26,5 bis 27,4 Mhz zu finden, sein Frequenzbereich wurde von den Siebzigern und Achtzigern an immer weiter auf 80 Kanäle erweitert. Kurzwelle beginnt bei 3 MHz und endet bei 30 MHz, Mittelwelle finden wir auf 300 KHz bis 3000 KHz und im Gebrauch von Rundfun

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